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Sind ältere Mitarbeitende weniger stressresistent und leistungsfähig?

Sind Sie der Meinung, dass ältere Mitarbeitende aus innovativen Themen herausgehalten werden sollten?

In der heutigen Welt, in der Schnelligkeit und Innovation den Takt angeben, taucht oft die Frage auf:

Sind ältere Mitarbeiter weniger stressresistent und leistungsfähiger als ihre jüngeren Kollegen?”

Das Ergebnis ist oft: Altersdiskriminierung.

Dabei ist anzumerken, dass diese Altersdiskriminierung am Arbeitsplatz nicht gut gegenüber älteren Mitarbeitenden entstehen kann.

Am Rande bemerkt: Auch junge Mitarbeitende werden mitunter wegen ihrer Jugend diskriminiert – was ebenfalls verhindert weden muss.

Zurück zu älteren Mitarbietenden: Die Frage nach der Stressresistenz und Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeitenden ist ein Mythos, der dringend auf den Prüfstand gehört. Denn was sich auf den ersten Blick als Wahrheit tarnt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als eine faszinierende Geschichte von Weisheit, Anpassungsfähigkeit und unerschütterlicher Ausdauer.

Foto von Axel Rittershaus, Ultra Marathon Läufer, der eine Medaille des Comrades Ultra Marathons von 2022 in den Händen hält

Axel Rittershaus – Ultra-Marathon-Läufer – Ü50

Ein persönliches Beispiel…

Ich bin Ü50 und ich habe mehr Energie und Innovationskraft als viele 25 jährige.

Ich laufe Ultramarathons von 90 Kilometer Länge und nutze seit langem künstliche Intelligenz. Viele Mitarbeitenden meines Teams sind halb so alt wie ich und wir lernen täglich voneinander.

Mythos Leistungsfähigkeit im Alter und die Wahrheit

  • Das Märchen vom Energieabfall im Alter
  • Leistung auf der Langstrecke vs. Sprint
  • Adaptionskünstler und Innovatoren
  • Alt und jung – ein Mehrwert für jedes Team

Falls Sie lieber ein Video ansehen möchten, in dem ich die Inhalte dieses Artikels vorstelle, dann habe ich etwas für Sie vorbereitet … 😉

Ansonsten wünsche ich viel Spass und gute Anregungen beim Lesen des Artikels.

Fakt 1: Stressresistenz ist natürlich kein Thema des Alters.

Junge Mitarbeitende, die bislang wenig intensiven Stress erlebt haben, haben auch nicht die Möglichkeit gehabt, die Fähigkeiten zu entwickeln, damit umzugehen.

Ältere, die gut mit Stress umgehen können, haben dafür Methoden entwickelt, die für sie funktionieren. Deswegen können Ältere oft deutlich gelassener bleiben – auch unter hoher Arbeitslast. 

Und damit kommen wir zum Punkt:

Das Märchen vom Energieabfall

Oft wird angenommen, dass mit den Jahren sowohl die verfügbare Energie als auch die Stressresistenz abnehmen.

Doch halten wir einen Moment inne:

Ältere Mitarbeiter haben Berge an Erfahrung angesammelt. Sie haben Herausforderungen gemeistert, Krisen durchgestanden und Höhen und Tiefen des Berufslebens erfahren. 

Diese Lebenserfahrung kann eine unbezahlbare Fähigkeit hervorbringen: Gelassenheit!

Statt sich von jedem aufkommenden Windhauch aus der Bahn werfen zu lassen, wissen sie, wie man mit stürmischen Zeiten umgeht.

Ja, natürlich ist es möglich, dass ältere Mitarbeitende durch viel Stress schneller ausgelaugt sein können.

Das ist auch einer der Gründe, weshalb wir sehr oft Burnouts sehen. Besonders von Führungskräften oder sehr engagierten Mitarbeitenden im Alter zwischen 30 und 40. 

Wenn man ausgebrannt ist, wenn man keine Methoden entwickeln konnte um sich selbst zu schützen, dann geht die Stressresistenz mit höherem Alter vermutlich runter. 

Es kann auch sein, dass ältere Mitarbeitende früher “STOP” sagen und sich nicht weiter auslaugen lassen. Sie sind nicht weniger leistungsfähig, sondern ziehen konsequenter eine Grenze. Weil sie sagen:

‘’Nee, da mache ich nicht weiter mit – immer höher, schneller und weiter.
Weil ich vor 15 Jahren gelernt habe, wie sich ein Burnout anfühlt.’
Das will ich nicht nochmal erleben!’

Deswegen müssen wir unterscheiden,

  • ob jemand nicht mehr stressresistent ist
  • oder ob einfach früher der Schlussstrich gezogen wird, um nicht in eine Überlast zu kommen.

Aus diesem Grund ist Stressresistenz keine Altersfrage, sondern eher eine Frage, wie weit wir gelernt haben, mit Stress umzugehen.

Und dabei können Jüngere auch oft viel von älteren Mitarbeitenden lernen.

Das Thema Burnout ist übrigens ein sehr wichtiges! Wie Sie Burnout bei Ihnen und Ihren Mitarbeitenden jeglichen Alters vermeiden, lernen Sie in meinem Onlinekurs zur Burnoutprävention.

Das Märchen vom Energieabfall älterer Mitarbeitender

Leistungsfähigkeit ist auch kein Alters-Thema. Die Frage ist nämlich vor allem, um welche Leistungsfähigkeit geht es denn? Und damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Leistung auf der Langstrecke

”Leistungsfähigkeit ist nicht nur eine Frage der Geschwindigkeit, sondern auch der Ausdauer.”

Ältere Mitarbeiter verstehen dies nur zu gut. Sie mögen vielleicht nicht mehr die Sprinter sein, die sie in jungen Jahren waren. Stattdessen haben sie sich zu LangstreckenläuferInnen entwickelt.

Ihre Fähigkeit zur Fokussierung, zur strategischen Planung und zur Lösung komplexer Probleme sind Qualitäten, die sich über die Jahre entwickelt haben. Sie wissen, wie man Ressourcen optimal einsetzt und sich auf das Wesentliche konzentriert.

Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich Ultramarathon laufe. Da laufen auch Leute mit, die 80 Jahre alt sind. Und ebenfalls einen 90 Kilometer Ultramarathon durchziehen. Tendenziell laufen dort deutlich mehr ältere LäuferInnen mit. Und kommen ins Ziel!

Das zeigt uns wie wichtig es ist beim Thema Leistungsfähigkeit genau zu differenzieren, was wirklich damit gemeint ist. Um welche Leistungsfähigkeit geht es denn?

Beim Spitzensport zählt eine Athletin mit 32 Jahren vielleicht schon zu den Älteren, während sie in anderen Branchen in diesem Alter noch zu den Greenhorns gehören würde. 

Wenn wir uns mit der Leistungsfähigkeit und Stressresistenz von Älteren auseinandersetzen, müssen wir auch den Teamgedanken berücksichtigen. Diverse Teams sind wesentlich leistungsfähiger. Vor allem, wenn wir unter divers auch das Alter und die Erfahrung sehen, die sie mit einbringen. Dies kann ein gesamtes Team deutlich nach vorne bringen. 

Eben weil die älteren KollegInnen oft mehr Ausdauer und Geduld haben – und diese ist oft notwendig, um langfristig Erfolg zu haben. Während jüngere vor und zurück sprinten.

Alter zeigt oft Leistung auf der Langstrecke

Adaptionskünstler und Innovatoren

Der Mythos von älteren Mitarbeitern als grundsätzliche Technologie-Muffel gehört ins Reich der Märchen.

Tatsächlich sind viele wahre Adaptionskünstler.

Sie haben den Wandel der Technologie von Grund auf miterlebt und gelernt, sich anzupassen, ohne die Grundlagen zu vergessen. Diese Kombination aus Tradition und Innovation macht sie zu wertvollen Vermittlern zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Und wenn Sie respektieren, dass Erfahrungswissen etwas bringt und wenn Sie das mit Innovationsgeist zusammenbringen, sind solche Teams unschlagbar. 

Klar gibt es die Ewiggestrigen, die alles so belassen wollen, wie es war. Doch zu dieser Gruppe gehören 59-jährige genauso wie 22-jährige!

Manchmal wird der Mangel an Begeisterung für den “neuesten heißen Scheiss” älterer Mitarbeitender als Technikfeindlichkeit angesehen.

Besser wäre es, die Erfahrung dieser älteren Mitarbeitenden zu nutzen. Denn sie haben schon 100x den “neuesten heißen Scheiss” gesehen, der die Welt radikal verändern wird – und nach 3 Monaten verpufft war.

Würden wir jedoch fragen:

  • Welche Lehren müssen wir aus den vergangenen revolutionären neuen Ideen ziehen, die sich als Flop erwiesen haben? 
  • Was müssen wir tun, damit diese neue Idee nicht verpufft, sondern Traktion findet?
  • Welche Fragen müssen wir stellen, um das echte Potential der Idee zu erkennen, anstatt uns vom Glitzern und Funkeln blenden zu lassen?

Dann könnten wir viel schneller erkennen, welche Ideen sollten wir zu 200% weiter verfolgen und welche Ideen sollten wir links liegen lassen.

Ältere Mitarbeitende sind oft Adaptionskünstler und Innovatoren

Ältere und jüngere im Team: Ein Mehrwert für jedes Team

Denn die wahre Stärke älterer Mitarbeiter liegt nicht darin, mit der Jugend zu konkurrieren!

Sondern gemeinsam mit ihnen zu gestalten, zu wachsen, zu entwickeln und zu lernen.

Wenn Generationen ihre Kräfte bündeln und offene Kommunikation pflegen, entsteht eine unschlagbare Symbiose. Während die Jungen frische Ideen einbringen, sorgen die Älteren für Stabilität und kluge Orientierung.

Nutzen Sie im Team die Erfahrung, die Ruhe und die Besonnenheit von Älteren.
Nutzen Sie auch den Enthusiasmus, den jugendlichen Leichtsinn und die neuen Weltanschauungen der Jüngeren.
Wenn Sie das zusammenbringen, entsteht etwas Lebendiges und Neues

Ältere Arbeitnehmer kündigen übrigens auch seltener! Deswegen können ältere Mitarbeitenden auch Insider-, Netzwerk- und Erfahrungswissen ins Team bringen, was insbesondere in großen Organisationen entscheidend sein kann.

Das wiederum bringt Ihr Team voran. Vor allem, wenn man dann durch diverse Herangehensweisen auch nochmal in die Vergangenheit blickt und daraus lernt. Im Positiven, aber auch im Negativen. Und daraus etwas entwickelt. Gemeinsam.

Alt und Jung: Mehrwert für jedes Team

 

Bei der Frage nach Stressresistenz und Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeitender gibt es also keine universelle Antwort.

Jeder Mensch, unabhängig von seinem Alter, bringt ein einzigartiges Set an Fähigkeiten mit. Das sich im Laufe des Lebens verändert.

Die Weisheit der Älteren und die Energie der Jüngeren ergänzen sich perfekt.

Damit schafft man eine innovative und widerstandsfähige Arbeitskultur.

Überwinden Sie den Mythos und nutzen Sie das Potenzial aller Generationen.

 

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