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Wenn nicht jetzt, wann dann?

Wenn nicht jetzt wann dann

19.01.2007, Handball-WM in Deutschland. Finale Deutschland – Polen. Das ganze Land im Handball-Fieber und jeder singt mit Begeisterung „Wenn nicht jetzt, wann dann“ von Die HÖHNER.

Deutschland wurde erfasst von der Begeisterung der Handballer, der Dramatik des Spiels, vom Erfolg der Mannschaft.

Szenenwechsel.

Acht Jahre später schrieb ich an meinem ersten Buch und suchte nach einer geeigneten Eröffnung. Das Buch beschäftigt sich mit der Führung in der IT und zu der Zeit war die IT weit entfernt davon, so beliebt zu sein wie zuvor die Handball-Jungs.

Eher das Gegenteil war der Fall. IT hatte ein sehr negatives Image. Wurde als Bremser und Kostenschleuder gesehen.

Gleichzeitig wurde IT immer wichtiger und war, meiner Überzeugung nach, das entscheidende Element für Erfolg oder Untergang eines Unternehmens.

Deswegen stehen die folgenden Zeile auf der ersten Seite meines Buches:

Es war die beste aller Zeiten

und die schlimmste aller Zeiten,

es war das Zeitalter der Weisheit,

es war das Zeitalter der Torheiten,

es war die Epoche des Glaubens,

es war die Epoche des Unglaubens,

es war die Zeit des Lichts,

es war die Zeit der Dunkelheit,

es war der Frühling der Hoffnung,

es war der Winter der Verzweiflung.

Wir hatten alles vor uns,

wir hatten nichts vor uns.

Von Charles Dickens (1859)

Eine Geschichte aus zwei Städten

Seit Beginn der Corona-Krise denke ich ständig an diesen Buchauszug.

Und habe mehr als jemals zuvor das Gefühl, dass wir genau in einer solchen Zeit leben:

In der besten aller Zeiten und der schlimmsten aller Zeiten.

Ich habe bereits in meinen letzten Artikeln rund um Corona deutlich gemacht, dass ich das menschliche Schicksal, das durch die Krankheit und deren Todesfolge, aber auch den durch COVID-19-Folgen erlittenen Verlust von Arbeitsplätzen fürchterlich finde. Das ist auch nicht schön zu reden.

95% meiner Aufträge für Schulungen und Workshops sind deswegen gestrichen worden.

Gleichzeitig verändert sich die gesamte Welt, die Wirtschaft, die Art des Arbeitens und Lebens in einer unvorstellbaren Art und Weise.

Schon kleine Veränderungen bieten immer auch große Chancen.

Revolutionäre Veränderungen bieten Chancen von ungeahntem Ausmaß.

Ich bin davon überzeugt, dass jetzt im Moment schon zehn-, oder eher hunderttausende von Unternehmern oder zukünftigen Unternehmern an ihrer Zukunft bauen. Einer Zukunft, die ohne diese Krise niemals auf ihrem Radar erschienen wäre. Oder an die sie sich niemals herangetraut hätten.

Was machen Sie aus dieser Situation?

Wie geht es Ihnen?

Haben Sie Ideen, Wünsche, vielleicht den Traum der Selbständigkeit?

Viele der heute mega-erfolgreichen und mega-reichen Unternehmer haben ihr Fundament in einer Krise gebaut. Sie waren pleite. Arbeitslos. Hoffnungslos. Die Welt lag in Trümmern.

Das gab ihnen den Antrieb, richtig Gas zu geben.

Sie schoben ihre Ängste, Sorgen und „wer denkst Du, wer Du bist – das schaffst Du niemals“-Gedankengrenzen zur Seite.

Wer keine Zukunft hat, kann auch nichts verlieren.

Ob man „keine Zukunft hat“ hängt übrigens mehr davon ab, wie man sich selbst einschätzt, als von der tatsächlichen Lage.

Darum frage ich Sie nochmals:

Was wollten Sie schon immer einmal machen?

Chancen nutzen

Was wollten Sie schon immer einmal machen?

Arbeit im Home-Office als persönliche Chance

Sie werden es kaum glauben, wie oft mir Menschen davon erzählen, dass sie sich eigentlich gerne selbständig machen würden.  Doch dank 14-Stunden Tagen im Büro und zusätzlich 2-3 Stunden Fahrtzeit am Tag bliebe ihnen weder Energie noch Zeit dafür.

Jetzt arbeitet praktisch jeder im Home-Office.

Wenn man auch nur 90 Minuten am Tag Fahrzeit spart und diese in ein Konzept für seine Selbständigkeit steckt, dann sind das in einem Monat 45 Stunden. Mehr als eine reguläre Arbeitswoche. Ja, ich bin von 30 Tagen im Monat ausgegangen – das gehört zum Start einer Selbständigkeit dazu.

Stellen Sie sich vor, Sie würden jetzt einen Monat lang an Ihrer Idee arbeiten.

Jeden Tag 90 Minuten. Statt im Stau zu stehen.

Wäre das nicht etwas begeisterndes, motivierendes, anziehendes?

Ok, Sie sind happy mit Ihrem Job?

Super, ich gratuliere Ihnen.

Wollten Sie schon immer einmal eine neue Sprache lernen, eine gemeinnützige Organisation unterstützen oder einen Podcast starten? Sich als Yoga-Lehrerin, Life-Coach oder Nachhilfelehrer ein paar Euro nebenher verdienen?

Dann nutzen Sie die 45 Stunden im Monat dafür.

Ja, schon klar, im Moment können Sie keinen Yoga-Unterricht in einem Studio geben.

Hören Sie auf nach Gründen zu suchen, warum es nicht geht. Es heisst ja auch Unternehmer und nicht Unterlasser 😉

Arbeit im verteilten Team als Optimierungschance

Einige der Kunden, mit denen ich gegenwärtig telefoniere, haben aufgrund der Krise so viel zu tun wie noch nie zuvor.

Deren Endkunden benötigen andere Dienstleistungen, ad-hoc-Hilfe oder müssen schlagartig ihre antiquierten Prozesse digitalisieren.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Mit Ihren Arbeitsprozessen – persönlich und im Team.

Aktuell sind Veränderungen möglich, für die Sie noch vor drei Monaten ein Mega-Optimierungsprojekt hätten starten müssen. Um dann am Genehmigungsprozess zu scheitern. Zwei Jahre später würden Sie dann beobachten, wie Roland Berger oder KPMG für ein stattliches Honorar genau diese Vorschläge zur Optimierung machen und für eine weitere Honorarzahlung dann auch die Umsetzung begleiten.

Heute, während dieser besonderen Zeit, können Sie vieles einfach machen.

Weil es zwei Alternativen gibt: Anders machen oder gar nicht machen.

Also. Machen Sie anders!

Warnung: Ich fordere Sie NICHT dazu auf, einfach so Regeln, Vorgaben oder gar Gesetze zu überschreiten.

NEIN. Definitiv nicht.

Sie sollen auch nicht Ihren Vorgesetzten ignorieren und einfach Ihr Ding machen.

Das wäre unverantwortlich, respektlos, unkollegial.

Aber Sie sollten nicht müde werden Ihre Ideen anzubringen, um Dinge voranzubringen.

Wenn Sie das tun, werden Sie mir vielleicht auch zustimmen und sagen:

Es war die beste aller Zeiten und es war die schlimmste aller Zeiten

Ich weiss, wovon ich rede

Falls Sie nun denken „Ja, der Rittershaus, der hat leicht reden“.

Das scheint nur so.

Vielleicht erinnern Sie sich an das Platzen der Dotcom-Boom Phase oder haben zumindest davon gehört… Das war im Jahr 2000.

Zu dem Zeitpunkt führte ich meine eigene IT-Beratungsfirma und war in Verhandlungen mit ausländischen Investoren, um das weitere Wachstum zu finanzieren. Von heute auf morgen war sämtliches Interesse verflogen und IT-Firmen gingen reihenweise Pleite. Diese Krise dauerte bis Ende 2004. Und genau in der Mitte dieser Zeit musste ich mein Unternehmen verkaufen. In der schlechtesten aller Zeiten.

Doch ich fand einen Käufer und es wurde die beste aller Zeiten. Denn der Abschied von meinem ersten Unternehmen öffnete mir neue Türen.

Das kann ich heute im Rückblick sagen. Damals sah ich das noch anders…

Krisen bieten auch Chancen

Die Finanzkrise 2008 war auch eine Chance

Oder 2008.

Dem Jahr der Finanzkrise. Und dem Jahr, in dem ich mich wieder selbständig machte.

Ende 2007 hatte ich meine sichere, gut dotierte Stelle in der Geschäftsführung eines IT-Unternehmens gekündigt, um mich als Executive Coach selbständig zu machen.

Ohne Kunden. Ohne Erfahrung in dem Markt. Ohne Sicherheit.

Anfang 2008 sah alles noch gut aus, Ende 2008 lag nicht nur die Finanzwelt in Trümmern.

Es war die schlimmste aller Zeiten und die beste aller Zeiten.

Mit einer gehörigen Portion Glück – durch den Gewinn einiger strategischer Kunden – lief meine neue Selbständigkeit gut an. Trotz Krise.

Was ich Ihnen damit sagen will?

Nein. Nicht, dass ich so toll bin.

Nutzen Sie Ihre Chance? Nutzen Sie Ihre Chancen!

Sondern, dass überall Chancen liegen und lauern.

Je mehr Trümmer es gibt, desto mehr Möglichkeiten haben wir, aus den Trümmern etwas Neues zu machen. Oder die Trümmer komplett zu ersetzen und etwas komplett anders zu machen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie zu sich selbst sagen „Wenn nicht jetzt, wann dann“ und diese Zeit zu Ihrer Zeit machen.

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