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      Neu als Führungskraft: So wird die „Antrittsrede“ zum Erfolg (Tag 1 der ersten 100 Tage)

      Antrittsrede einer Führungskraft

      Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer neuen Führungsaufgabe. Sie wurden befördert und treten nun Ihre neue Stelle als Führungskraft an. Dieser Artikel ist Teil einer Serie „Die ersten 100 Tage einer Führungskraft“, die wir in den nächsten Wochen veröffentlichen.

      Wir beginnen mit Tag 1 als neue Führungskraft.

      Und Ihrer „Antrittsrede“.

      WHAAAAT, eine Antrittsrede? Das ist doch sowas von 1990!
      Das macht man heute nicht mehr.
      Wir sind alle locker und entspannt drauf, da hat eine Antrittsrede nichts verloren.
      Das braucht man nicht mehr
      “,
      denkt der ein oder andere vielleicht.

      Nicht so schnell!

      Was ist der Sinn einer Antrittsrede einer neuen Führungskraft?

      Bevor wir die Idee der Antrittsrede sofort beerdigen, sollten wir uns überlegen, was denn der Sinn der Sache ist.

      Und zwar nicht aus Sicht der Führungskraft, sondern aus Sicht der Mitarbeiter!

      Da kommt eine neue Führungskraft ins Unternehmen, die Abteilung, das Team und das bringt immer eine gewisse Unruhe mit sich.

      Viele Mitarbeiter stellen sich Fragen zu ihrer neuen Führungskraft, wie beispielsweise:

      • Was ist die neue Führungskraft für ein „Typ“?
      • Werden wir menschlich mit der neuen Führungskraft zurechtkommen?
      • Was will die neue Führungskraft erreichen?
      • Will die neue Führungskraft Dinge verändern?
      • Wird sich meine Arbeit verändern und wenn ja, wie?
      • Hat die neue Führungskraft nur die eigene Karriere im Sinn oder ist sie eher mitarbeiterorientiert?
      • Was passiert mit meiner Weiterentwicklung?
      • Wird jetzt alles besser oder schlechter?

      Natürlich gibt es auch sehr abgebrühte Mitarbeiter, die in ihrer Karriere schon 20 Führungskräfte hatten. Die sind eher entspannt. Und dennoch wird auch ein erfahrener Mitarbeiter positiv angetan sein, wenn die neue Führungskraft einen guten Start hinlegt. Das ist besser, als wenn der Mitarbeiter den Eindruck bekommt, „wieder so einen karrieregeilen, machthungrigen Egozentriker“ als Chef zu haben, der sich nur für sich selbst interessiert.

      Wann hält man die Antrittsrede als neue Führungskraft?

      Wann hält man die Antrittsrede als neue Führungskraft?

      Wann hält man als neue Führungskraft eine Antrittsrede?

      Ganz einfach:

      Am ersten Tag!

      Denn jeder Tag, der ohne diese Ansprache an die Mitarbeiter verstreicht, ist ein verlorener Tag, um Ihre Mitarbeiter zu vereinen!

      Mitarbeiter haben ein Wissensbedürfnis!

      Und wenn die Mitarbeiter die Informationen nicht von Ihnen bekommen, dann füllen sie es durch Gerüchte, Vermutungen und die Interpretation Ihrer Handlungen und Nicht-Handlungen.

      Oder denken Sie, dass ein neuer Fußball-Coach die Mannschaft erst nach vier Wochen auf dem Trainingsplatz besucht?

      Also: Ihre Antrittsrede findet an Tag 1 statt.

      Es sei denn…

      Die Antrittsrede während der ersten Woche

      Falls ein großer Teil der Mitarbeiter am ersten Tag nicht teilnehmen könnte, dann legen Sie den Termin auf einen besseren Tag. Aber dieser Termin muss in der ersten Woche stattfinden.

      Senden Sie dann jedoch am ersten Tag eine Info an alle Mitarbeiter und weisen Sie darauf hin, warum Sie die Antrittsrede erst ein paar Tage später halten.

      Sie wollen beeindrucken?

      Dann senden Sie an Tag 1 ein Video-Statement mit einer Begrüßung und dem Hinweis auf die Antrittsrede, die im Laufe der Woche erfolgt, an alle Mitarbeiter.

      Das hat vermutlich noch nie jemand gemacht und wird sehr positiv bei den Mitarbeitern ankommen.

      Allerdings sollten Sie die Mitarbeiter nicht SO ansprechen:

      Agenda einer Antrittsrede einer Führungskraft

      Die Agenda Ihrer Antrittsrede sollte folgende Inhalte umfassen:

      1. Begrüßung (logisch, oder?)
      2. Vorstellung Ihrer Person (Teil 1: Beruf)
      3. Vorstellung Ihrer Person (Teil 2: Mensch)
      4. Ihre Ziele und Vorstellungen für die Zusammenarbeit
      5. Was Mitarbeiter von Ihnen erwarten können
      6. Wie man am besten mit Ihnen zusammenarbeitet
      7. Wie die nächsten Tage und Wochen (grob) aussehen werden
      8. Ankündigung von Einzelgesprächen
      9. Fragen?

      Gehen wir kurz die Punkte durch, wobei ich auf die Begrüßung nicht eingehen muss.

      Wie sieht die ideale Agenda einer Antrittsrede aus?

      Wie sieht die ideale Agenda einer Antrittsrede aus?

      Vorstellung der Person (Teil 1: Beruf)

      Falls Ihre Mitarbeiter nicht bereits seit 10 Jahren mit Ihnen zusammenarbeiten und Sie sich in- und auswendig kennen, dann erzählen Sie kurz etwas über Ihren Werdegang.

      Bitte keine 20-minütige Geschichtsstunde, sondern einige wenige Minuten über Ihre berufliche Vergangenheit. Wählen Sie die Dinge aus, die Sie zu dem gemacht haben, der Sie heute sind.

      Sprechen Sie auch Punkte an, die eine Brücke zu Ihrer neuen Position bauen.

      Verwirren Sie Ihre Mitarbeiter nicht mit unwichtigen oder gar in die falsche Richtung gehenden Informationen.

      Wenn Sie vor 20 Jahren im Pharmaumfeld waren und jetzt einen IT-Bereich führen, dann sollten Sie nicht 20 Minuten darüber reden, warum Pharma so toll ist. Sie können aber erwähnen, was Sie dort gelernt haben und was Ihnen nun in der IT hilft.

      Ich habe beispielsweise Mathematik und Informatik studiert. Das hat kaum etwas mit meiner jetzigen Tätigkeit als Executive Coach, Berater und Leadership Trainer zu tun.

      Es sei denn, ich stelle eine Brücke her.

      Und die Brücke, die ich immer wähle, ist folgende:

      Ich hätte selbst nie gedacht, dass mir das Mathematikstudium etwas hinsichtlich Menschenführung beibringt. Doch das hat es. Wir wissen, dass in der Mathematik keine Regel oder Behauptung existieren darf, solange sie nicht bewiesen wurde. In der Mathematik unterscheiden wir ganz klar, ob wir mit einer unbewiesenen Annahme agieren oder ob wir etwas wissen. Und diese Unterscheidung hilft mir seitdem, wenn es um die Kommunikation mit Menschen geht. Denn ich differenziere ganz genau, wo ich Vorannahmen nutze und wo ich tatsächlich etwas weiß. Das verhindert viele Missverständnisse und Probleme.

      Ziel dieses Teils der Antrittsrede ist es, den Mitarbeitern zu zeigen, was Sie in der Vergangenheit gemacht haben und ein gewisses Zutrauen zu Ihnen im beruflichen Kontext aufzubauen.

      Und ja, das geht auch, wenn Sie eine Führungsposition in einer Branche übernehmen, mit der Sie zuvor noch nie Kontakt hatten! Sie müssen nur die Gemeinsamkeiten zu Ihren Erfahrungen herausstellen. 

      Lassen Sie nicht Ihre Mitarbeiter herumgrübeln, ob Sie nun Ahnung von der Sache haben oder nicht. Sagen Sie es und zeigen Sie Ihren Mehrwert, den Sie als Führungskraft einbringen.

      Sprechen Sie über eine Schwäche oder Niederlage

      Sie können sofort punkten, wenn Sie in der Antrittsrede über eine schwierige Phase Ihres Berufslebens sprechen und was Sie daraus gelernt haben. Kurz und kompakt. Und unbedingt mit einem positiven Fazit hinsichtlich dessen, was Sie gelernt haben.

      Damit zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass auch Sie nicht unfehlbar sind und dass Sie eine offene Fehlerkultur schätzen.

      Vorstellung der Person (Teil 2: Mensch)

      Haben wir im ersten Schritt die berufliche Brücke gespannt, ist nun der Mensch an der Reihe.

      Sie müssen auch hier nicht Ihre komplette Lebensgeschichte ausbreiten, aber Sie sollten sich menschlich zeigen:

      • Wo sind Sie aufgewachsen?
      • Haben Sie Familie?
      • Welche Hobbies haben Sie?
      • Was ist Ihnen wichtig?

      Bezüglich Hobbies empfehle ich Ihnen, an Ihre Zuhörer zu denken. Wenn Sie eine Gruppe von 20-Jährigen führen, würde ich nicht 20 Minuten lang über Golfspielen reden.

      Sie müssen auch nicht alles offenlegen. Aber es gibt meistens Dinge, die mit unseren Hobbies in Verbindung stehen und auch auf unser berufliches Verhalten Einfluss nehmen.

      Ich bin beispielsweise Ultra-Marathon-Läufer. Zu Beginn von Leadership-Seminaren sage ich in dem Zusammenhang, dass “Ausdauer“ für mich ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor ist. Ich baue dann die Brücke zu Leadership-Themen indem ich aufzeige, dass ich davon überzeugt bin, dass viele Menschen zu früh aufgeben und diejenigen, die dranbleiben und durchhalten, am Ende mehr erreichen – selbst wenn viele zu ihnen sagen würden, dass es doch keinen Sinn mehr mache.

      Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihren Team?

      Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihren Team?

      Ihre Ziele und Vorstellungen für die Zusammenarbeit

      Stellen Sie grob vor, welche Ziele Sie haben – bzw. welche Ziele Ihnen gegeben wurden – und wie Sie sich die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern vorstellen.

      Ihr Team ist in einer schwierigen Phase? Dann zeigen Sie Führungsstärke und machen Sie den Mitarbeitern Mut. Sagen Sie ganz offen, dass man in einer schwierigen Phase ist und dass Sie die Aufgabe gerade deswegen übernommen haben. Oder dass Sie deswegen noch mehr darauf bauen, eng zusammenzuarbeiten.

      Wenn der von Ihnen übernommene Bereich jedoch gerade richtig durchstartet, dann gehen Sie darauf ein. Gratulieren Sie den Mitarbeitern zu dem bisherigen Erfolg. Sagen Sie, dass sie stolz darauf sein können.

      Sagen Sie, dass Sie sich darauf freuen, gemeinsam diese Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben.

      Wenn Sie die Inhalte für diesen Teil er Antrittsrede zusammenstellen, dann fragen Sie sich immer:

      1. Wo steht das Team/Unternehmen gerade?
      2. In welcher Situation befinden sich die Mitarbeiter gerade und was würde ihnen am meisten helfen?
      3. Welche Themen könnten in die falsche Richtung führen und sollten deswegen nicht angesprochen werden?

      Was Mitarbeiter von Ihnen erwarten können

      Nachdem Sie gesagt haben, welche Ziele Sie haben, stellen Sie sich auf die andere Seite und sprechen Sie an, was Ihre Mitarbeiter von Ihnen erwarten können.

      Beispielsweise, dass Sie immer ein offenes Ohr haben werden.

      Oder, dass Sie für neue Ideen immer Zeit haben, aber die Mitarbeiter auch darauf vorbereitet sein müssen, die Ideen zu verteidigen. Wenn die Idee dann besteht, dann unterstützen Sie diese auch.

      Vielleicht schätzen Sie auch Eigeninitiative und übergeben sehr schnell viel Verantwortung – dann sagen Sie das.

      Antrittsrede einer Führungskraft - Handbuch zur Zusammenarbeit mit mir

      Wie wäre es mit einem „Handbuch zur Zusammenarbeit mit mir als Führungskraft“?

      Wie man am besten mit Ihnen zusammenarbeitet

      Nun kommt der ungewöhnliche, aber besonders markante Teil der Antrittsrede:

      Geben Sie Ihren Mitarbeitern eine Art „Handbuch zur Zusammenarbeit mit mir als Führungskraft“.

      Ja, das kann auch mit Augenzwinkern erfolgen. Wenn Sie es richtig machen, werden Sie ab dem Moment nicht nur Mitarbeiter, sondern Fans haben!

      Ein Beispiel…

      Sie könnten sagen:

      „Nachfolgend ein paar Tipps, wie Sie am besten mit mir zusammenarbeiten:

      1. Bitte sprechen Sie mich nicht an, wenn ich morgens noch keinen Kaffee hatte

      2. Wenn Sie nichts von mir hören, dann ist das kein Zeichen von Desinteresse, sondern von Vertrauen. Ich vertraue Ihnen. Wenn Sie denken, ich müsste irgendwo nachhaken, dann kommen Sie zu mir und wir machen das.

      3. Fehler sind gut. Wenn wir sie nur einmal machen. Ich mache jeden Tag Fehler. Und lerne daraus. Bitte sprechen Sie sowohl mit Ihren Kollegen als auch mit mir offen über Fehler und Probleme. Aber bitte sorgen Sie auch dafür, dass der Fehler nicht genauso wieder eintritt.

      4. Ich möchte, dass Sie die Experten sind – nicht ich. Erwarten Sie von mir niemals, dass ich Ihnen genau sage, was Sie zu tun haben. Das wissen Sie viel besser. Aber Sie können mit jedem Problem zu mir kommen und ich helfe Ihnen mit meinen Fragen dabei, eine Lösung zu finden. Glauben Sie mir: Wenn ich eines gut kann, dann ist es Fragen zu stellen.

      5. Unsere Arbeit ist wichtig. Sehr wichtig sogar. Aber sie ist nicht alles. Ich möchte, dass Sie auch ein Leben führen und ich will auch ein Leben führen. Deswegen beantworte ich nach 20 Uhr und am Wochenende keine E-Mails. Und ich erwarte es auch nicht von Ihnen.“

      Was würden Sie von einer Führungskraft halten, die sich so bei Ihnen vorstellt?

      Wie die nächsten Tage und Wochen (grob) aussehen werden

      Vermutlich können Sie am ersten Tag und in der ersten Woche noch nicht genau vorhersehen, wie die nächsten Wochen aussehen werden.

      Aber Sie werden eine grobe Vorstellung davon haben.

      Vielleicht beginnen Sie mit einer Tour durch alle Niederlassungen.

      Vielleicht sind Sie sofort für eine Woche auf einer Management-Tagung.

      Vielleicht haben Sie auch 20 Termine mit Kunden und dem Vorstand.

      Wichtig ist: Lassen Sie Ihre Mitarbeiter wissen, was diese von Ihnen in den nächsten Tagen und Wochen erwarten können.

      Möglicherweise wollen Sie auch innerhalb der ersten vier Wochen einige Workshops durchführen. Dann kündigen Sie das an.

      Machen Sie aber keine Versprechungen und verkünden Sie keine Visionen.

      Schwätzer haben die meisten Mitarbeiter leider schon viel zu oft erlebt.

      Sie sollten nicht in diese Kategorie fallen!

      Ankündigung von Einzelgesprächen

      Was Sie in jedem Fall unbedingt in den ersten Wochen machen müssen, sind Einzelgespräche zumindest mit all Ihren Direct Reports, also den Mitarbeitern, die Ihnen direkt zuarbeiten und für die Sie die direkte Personalverantwortung haben.

      Sagen Sie, dass Sie in den Einzelgesprächen vor allem zuhören werden.

      Es muss deutlich werden, dass Sie keine „Tests“ machen, sondern das Wissen der Einzelnen benötigen, damit Sie Ihren Job gut machen und die Mitarbeiter optimal unterstützen können.

      Einer meiner Coachees verbrachte, nachdem er zum Vorstand ernannt wurde, die ersten zwei Wochen damit, 20 Einzelgespräche mit allen direkten Mitarbeitern zu führen. 30 – 60 Minuten pro Mitarbeiter. Und in den Gesprächen hat er nur zu 20 % selbst geredet und zu 80 % „nur“ zugehört.

      Nach zwei Wochen stand die gesamte Mannschaft hinter ihm und sie übertrafen anschließend gemeinsam sämtliche Ziele. Sie erreichten Ergebnisse, die früher undenkbar waren.

      Noch heute berichten die Mitarbeiter darüber, dass er der beste Vorstand aller Zeit war. Weil er ihnen zugehört hat!

      Laden Sie zu Einzelgesprächen ein

      Laden Sie zu Einzelgesprächen ein

      Abschluss der Antrittsrede: Fragen?

      Beenden Sie Ihre Antrittsrede damit, dass Ihnen Mitarbeiter gerne Fragen stellen können.

      Das wird eher selten der Fall sein, aber Sie sollten die Fragen zulassen.

      Bereiten Sie sich auch darauf gut vor.

      Vor allem dann, wenn es eine kritische Situation im Unternehmen oder Team gibt, sollten Sie eine nachvollziehbare Antwort geben können.

      Niemand wird von Ihnen am ersten Tag erwarten, dass Sie jedes Problem kennen und für alle Schwierigkeiten der letzten 10 Jahre eine Lösung haben.

      Aber man will sehen, dass Sie jemand sind, dem man eine Lösung zutraut!

      Überlegen Sie sich bei der Vorbereitung Ihrer Antrittsrede:

      1. Welchen Eindruck sollen die Mitarbeiter nach der Antrittsrede haben?
      2. Wie sollen sie mich beschreiben?
      3. Was soll innerlich bei den Mitarbeitern passiert sein, wenn die Antrittsrede zu Ende ist?

      Was Sie bei der Antrittsrede keinesfalls tun sollten

      Was Sie bei der Antrittsrede keinesfalls tun sollten

      Was Sie auf keinen Fall in Ihrer Antrittsrede tun sollten

      Noch ein paar Tipps, was Sie in Ihrer Antrittsrede als Führungskraft keinesfalls tun sollten:

      1. Ihren Vorgänger kritisieren oder denunzieren
      2. Besserwisserisch auftreten und darüber sprechen, wie dumm bislang gehandelt wurde und dass Sie jetzt – wie ein Messias – gekommen sind, um die Welt zu retten
      3. Eine Bullshit-Bingo-Rede halten, die reine Zeitverschwendung ist
      4. Sofort eine umfassende Umorganisation ankündigen, ohne zuvor mit Mitarbeitern gesprochen zu haben und ohne konkret zu sein
      5. Drei Stunden lang in die tiefsten Details abtauchen
      6. Nur über sich selbst reden und Ihre tollen Leistungen der Vergangenheit hervorheben
      7. Darüber jammern, dass Sie den Job eigentlich gar nicht wollten
      8. Machen Sie keine Versprechungen
      9. Verkünden Sie keine großartigen Visionen, wenn Sie noch gar nicht wissen, von welchen Grundlagen Sie ausgehen und von welcher Basis aus Sie starten werden

      Die Antrittsrede einer neuen Führungskraft im virtuellen Team/Homeoffice

      Sie übernehmen eine Führungsrolle, doch Ihre Mitarbeiter befinden sich im Homeoffice oder Sie arbeiten alle in einem virtuellen Team?

      Sehr gut!

      Das erleichtert die Koordination ungemein!

      Sie können viel leichter alle Mitarbeiter zur gleichen Zeit „in einen Raum“ bekommen.

      Sie sollten dafür sorgen, dass die Mitarbeiter noch vor Ihrem ersten Tag bereits zu diesem Termin eingeladen werden, statt den Termin kurzfristig an Ihrem ersten Tag zu vereinbaren.

      Dann wissen auch alle bereits im Vorfeld, dass Sie nicht heimlich, still und leise Ihre Aufgabe übernehmen, sondern von Tag 1 an mit den Mitarbeitern kommunizieren wollen.

      Das ist ein starkes Signal!

      Die virtuelle Antrittsrede funktioniert auch hervorragend

      Die virtuelle Antrittsrede funktioniert auch hervorragend – mit diesen 5 Tipps

      Fünf Tipps für die „virtuelle Antrittsrede

      1. Suchen Sie sich einen passenden Ort, an dem Sie Ihre Antrittsrede halten und der einen guten Hintergrund bietet (keine Ablenkung). Nutzen Sie keinen virtuellen Hintergrund bei Ihrer Antrittsrede – denn das erweckt den Anschein, Sie hätten etwas zu verbergen.
      2. Stellen Sie die Kamera so auf, dass sie auf Augenhöhe mit Ihnen ist. Falls Sie ein Laptop nutzen, dann stellen Sie dieses auf etwas drauf. Sie sollten auf keinen Fall von oben nach unten in die Kamera blicken, wie es üblicherweise der Fall ist, wenn ein Laptop auf dem Schreibtisch steht und man davor sitzt!
      3. Halten Sie die „Antrittsrede“ im Stehen und stellen Sie sich so weit von der Kamera weg, dass man auch einen Teil Ihres Oberkörpers sehen kann.
      4. Nutzen Sie ein Mikrofon, dass in der Nähe Ihres Mundes ist (sprich: nicht das Laptop-Mikrofon, da dies in 90% aller Fälle keinen guten Ton produziert), vermeiden Sie jedoch die Verwendung einer riesigen Kopfhörer-Mikrofon-Kombination. Sehr gut geeignet sind die Kopfhörer mit Mikrofon, die z.B. bei Smartphones mitgeliefert werden (mit oder ohne Kabel).
      5. Üben Sie Ihre virtuelle Antrittsrede genau mit dem technischen Setting, das Sie dann später nutzen werden. Zeichnen Sie die Rede auf. Im besten Fall sehen Sie diese Rede an und verbessern einzelne Inhalte. Falls Sie sich selbst nicht sehen möchten (dann geht es Ihnen wie 97% der Bevölkerung), dann hören Sie zumindest kurz rein und stellen Sie sicher, dass die Audioqualität gut ist.

      Egal welche Technik Sie nutzen: Die Audio-Qualität ist 10x wichtiger als die Bildqualität!

      Bei der Produktion der Kurse für meine Online-Akademie für Führungskräfte achten wir natürlich auf gute Bild-Qualität. Doch entscheidend ist immer, dass der Ton perfekt sein muss.

      Oder wie geht es Ihnen:

      • Sind Sie lieber bei einem Webinar dabei, bei dem die Videoqualität astrein ist, Sie aber niemanden verstehen können,
      • Oder in einem Webinar, bei dem das Video gelegentlich pixelig ist und ruckelt, Sie aber jedes Wort hervorragend verstehen?

      Vermutlich letzteres.

      Sorgen Sie also bei Ihrer virtuellen Antrittsrede dafür, dass Ihr Audio sehr gut verständlich ist.

      Audio-Tipp vom Profi:

      Kleine Räume eignen sich besser für gutes Audio als ein riesiges Wohnzimmer.

      Falls es immer noch sehr hallt: Stellen Sie – außerhalb des Sichtfeldes der Kamera – Dinge auf, die den Schall ablenken. Wenn ich Audio-Aufnahmen zur Vertonung von Präsentationen für die Online-Akademie für Führungskräfte mache, dann hängen Handtücher vor den Fenstern, es liegt ein Handtuch auf meinem Schreibtisch und alle Schranktüren sind geöffnet. Dadurch wird sehr viel Schall absorbiert und abgelenkt, so dass kein Echo mehr zu hören ist.

      Fazit: Die perfekte Antrittsrede einer Führungskraft

      Mit einer gut vorbereiteten Antrittsrede können Sie als Führungskraft Ihre Mitarbeiter innerhalb kürzester Zeit exzellent auf die Zukunft vorbereiten und positiv beeinflussen.

      Sie können und müssen immer ehrlich sein, denn jede Lüge kommt eines Tags zum Vorschein und zerstört Ihre Glaubwürdigkeit.

      Ihr Ziel ist es, in der Antrittsrede sowohl Vertrauen als auch Zutrauen in Ihre Führungsfähigkeiten bei den Mitarbeitern zu gewinnen.

      Sie sind eine ganz neue Führungskraft?

      Wenn Sie Ihren ersten oder zweiten Führungsjob antreten, werden Sie selbst noch viele Fragen zur Führung haben. 

      Wenn Sie souverän auftreten und führen wollen, dann sollten Sie sich gemeinsam mit uns auf die Reise begeben, und die beste Führungskraft werden, die Sie sein können.

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