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      7 Fragen, die Du Deinem Chef niemals stellen darfst, wenn Du Karriere machen willst!

      Wer befördert wird, freut sich (hoffentlich) darauf, als Führungskraft in Zukunft mehr gestalten und entscheiden zu können.

      Wenn bei Ihnen ein Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten ansteht, dann gibt es einige Fragen, die Sie Ihrem Chef stellen können – und sollten. Mehr dazu hier: So fragen Sie nach einer Beförderung

      Allerdings gibt es auch Fragen, die Sie Ihrer Führungskraft auf keinen Fall stellen sollten, wenn Sie befördert werden wollen!

      Bei manchen, vor allem jungen, Führungskräften gehen nämlich vor lauter Begeisterung, selbst in Zukunft „Chef sein“ zu dürfen, die Pferde durch und sie reiten sich selbst ins Verderben – noch vor dem ersten Tag als Führungskraft.

      Diese Liste mit sieben Fragen sollten Sie unbedingt beachten, wenn Sie Ihre Führungskarriere nicht selbst torpedieren wollen.

      Die Fragen beziehen sich vor allem auf junge Führungskräfte, die gerade befördert wurden oder kurz vor ihrer ersten Führungsrolle stehen.

      7 Fragen, die Sie niemals stellen dürfen, wenn Sie Karriere machen wollen:

      1. Wie viel Geld bekomme ich durch die Beförderung mehr?
      2. Kann ich dann endlich den Kollegen xyz entlassen?
      3. Darf ich als Führungskraft in Zukunft Business Class fliegen?
      4. Wie kann ich einen Porsche als Firmenwagen bestellen?
      5. Kann ich dann gleich einen Assistenten einstellen?
      6. Wann findet das nächste, 3-tägige Leadership Event in einem 5-Sterne-Luxusressort statt?
      7. Was muss ich tun, um Ihren Job zu bekommen?

      Sie lachen?

      Dann können Sie von Glück sagen. Denn diese Fragen – und noch viel absurdere – werden tatsächlich immer wieder von angehenden Führungskräften gefragt. Und so manche Beförderung wurde dadurch nochmals zurückgenommen.

      Machen Sie also diese Fehler bitte nicht…

      1. Wie viel Geld bekomme ich durch die Beförderung mehr?

      Wenn Sie ausschließlich deswegen eine Führungsaufgabe annehmen wollen, weil Sie dadurch mehr Geld verdienen werden, werden es die Mitarbeiter ziemlich schwer haben.

      Führungskraft zu werden hat in erster Linie damit zu tun Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für Aufgaben, Ergebnisse, die Mitarbeiter und deren Weiterentwicklung.

      Darüber hinaus sollte eine Führungsrolle auch als Chance zum eigenen Wachstum und zur persönlichen Weiterentwicklung genutzt werden.

      Wer jedoch sofort nach mehr Geld fragt, scheint den falschen Fokus zu setzen.

      Natürlich ist es legitim, wenn Sie sich mit Ihrer Führungskraft in späteren Gesprächen auch darüber unterhalten, wie das Vergütungspaket für Ihre Führungsrolle aussieht.

      Aber Sie sollten auf keinen Fall in den ersten Gesprächen über eine mögliche Beförderung von sich aus danach fragen, wie viel Geld Sie als Führungskraft verdienen werden.

      Geld darf nicht der zentrale Anreiz sein, um eine Führungsaufgabe zu übernehmen

      Geld darf nicht der zentrale Anreiz sein, um eine Führungsaufgabe zu übernehmen

      2. Kann ich dann den Kollegen xyz gleich entlassen?

      Wer vom Kollegen zur Führungskraft wird, kennt seine zukünftigen Mitarbeiter meistens schon recht gut.

      Und denkt sich vielleicht: „Sobald ich Führungskraft bin und Entscheidungen treffen kann, werfe ich diesen Mitarbeiter raus. Das ist höchste Zeit!“

      Wenn man mit seinem eigenen Vorgesetzten über Entlassungen der eigenen Mitarbeiter spricht, noch bevor man Führungskraft ist, setzt man sich selbst schnell in ein falsches Licht. Die Vorgesetzte könnte den Eindruck bekommen, es gehe einem nur darum, Macht auszuüben oder die Mitarbeiter verängstigen zu wollen.

      Eine solche Führungskraft wird sie nicht wollen.

      Mit Ausnahme der Situation, dass man als neue Führungskraft sofort den Auftrag bekommt, Mitarbeiter zu entlassen, ist diese Frage nicht ok.

      3. Darf ich als Führungskraft in Zukunft Business Class fliegen?

      Diese Frage zeigt unserer Chefin, dass uns bei unserer Führungsposition der Status und die Annehmlichkeiten wohl wichtiger sind, als die Führung der Mitarbeiter oder das Wohl der Firma.

      Wer in einem internationalen Unternehmen arbeitet und viel unterwegs ist, wird es sicherlich schätzen, etwas bequemer reisen und fliegen zu können.

      Doch wenn wir noch vor unserer Beförderung danach fragen, ob wir zukünftig die erheblich teurere Flugklasse buchen dürfen, setzen wir uns selbst in ein falsches Licht.

      Wenn wir die Führungsrolle übernommen haben und uns die Personalabteilung alle damit einhergehenden Veränderungen aufzeigt, werden auch die Regelungen zu Reisen dazugehören. Spätestens dann erfährt man, ob Business Class gebucht werden darf. Das sollte ausreichend sein.

      Oder würden Sie die Führungsposition nicht annehmen, bloß weil Sie nicht sofort in der Business Class reisen dürfen?

      4. Wie kann ich einen Porsche als Firmenwagen bestellen?

      Noch so ein Status-Thema neuer Führungskräfte…

      Firmenwagen waren über Jahrzehnte hinweg eines der Statussymbole vieler Unternehmen. Teilweise wurde dies ganz bewusst als „Motivationsmittel“ genutzt.

      Manche junge Führungskraft möchte ihre Beförderung der ganzen Welt zeigen. Teilweise ist sie sogar dazu bereit, eigenes Geld dazuzugeben, um eine höhere Wagenklasse als Firmenwagen zu erhalten.

      Ich kannte einmal eine Führungskraft, die unbedingt einen 7er BMW fahren wollte, obwohl ihr „nur“ ein 5er zustand. Die Firmenregelung akzeptierte privat finanzierte „Upgrades“ und er bekam seine Luxuskarosse. Allerdings schämte er sich jedes Mal, wenn der Vorstandsvorsitzende zeitgleich mit ihm in die Tiefgarage ging. Denn der Vorstandsvorsitzende hatte kein Interesse an Status – und fuhr eine A-Klasse, die monatlich nur halb so viel kostete, wie sein Fahrzeug.

      Wer als neue Führungskraft sogar einen Sportwagen haben möchte, disqualifiziert sich dadurch oft selbst. Vor allem, wenn er dies bei seinem Chef anfragt, noch bevor er überhaupt führt.

      Mit Ausnahme der Mitarbeiter, die für den Sportwagenhersteller selbst arbeiten…

      Sportwagen als Firmenwagen?

      Sportwagen als Firmenwagen?

      5. Kann ich dann gleich einen Assistenten einstellen?

      Wer erstmals führt oder beispielsweise vom Teamleiter mit 3 Mitarbeitern zum Teamleiter mit 6 Mitarbeitern wird, sollte nicht sofort nach Unterstützung durch Assistenten fragen.

      Denn gerade in den ersten Führungspositionen werden wir sowohl inhaltlich mitarbeiten als auch Führungsaufgaben übernehmen. Damit sind wir noch nicht in der Situation, dass wir Assistenten benötigen.

      Dennoch gibt es junge Führungskräfte, die denken, dass die Führung von zwei Mitarbeitern ein Fulltime-Job ist und sie zukünftig ihren Kalender durch Assistenten pflegen lassen müssen. Das ist jedoch ein Trugschluss.

      Fragt diese Führungskraft nach einer Assistenz, dann zeigt sie, dass sie für die Führungsrolle (noch) nicht geeignet ist.

      Welche Aufgaben neue Führungskräfte haben, ist in diesem Artikel beschrieben: Die wichtigsten Aufgaben eines Teamleiters

      6. Wann findet das nächste, 3-tägige Leadership Event in einem 5-Sterne-Luxusressort statt?

      Manche Führungskräfte lieben es, andere haben es satt: Mehrtägige Leadership Events an exklusiven Orten.

      Wird man zur Führungskraft befördert, hat man hoffentlich das Glück, auch in ein Förderprogramm für neue Führungskräfte zu kommen.

      Vielleicht gehört auch die Einladung zu einem Leadership Event dazu. Vielleicht aber auch nicht.

      Wer als junge Führungskraft seine Vorgesetzte sofort danach fragt, dass es doch vor einigen Monaten ein tolles Event in Marokko gab und wann denn das nächste Event stattfindet, macht keinen guten Eindruck. Als Führungskraft sollten wir uns als Erstes darauf konzentrieren, diese Führungsrolle hervorragend auszufüllen und unsere Mitarbeiter zu führen. Und nicht danach trachten, Events mitzumachen.

      Die Einladung zu einem Leadership Event sollte nicht unsere Führungsmotivation sein

      Die Einladung zu einem Leadership Event sollte nicht unsere Führungsmotivation sein

      7. Was muss ich tun, um Ihren Job zu bekommen?

      Besonders ambitionierte Führungskräfte denken bereits fünf Schritte in die Zukunft.

      Manche junge Führungskraft hält sich bereits mit 25 Jahren für den geborenen Vorstandschef und will in Höchstgeschwindigkeit die Karriereleiter erklimmen.

      Bereits vor oder kurz nach Beginn der ersten Führungsaufgabe danach zu fragen, wie man den eigenen Chef beerben kann, geht deutlich zu weit.

      Ehrgeiz und Ambitionen sind gut. Überheblichkeit jedoch nicht.

      Im schlimmsten Fall erkennt der Chef aufgrund dieser Frage in uns nämlich eine Konkurrenz – und die Karriere ist bereits gescheitert, bevor sie begonnen hat.

      Wer ein gutes Verhältnis zu seinem Chef hat, wird nach einiger Zeit darüber sprechen können, wie er weiterkommt. Macht man als Führungskraft einen guten Job, wird die Vorgesetzte selbst daran interessiert sein, gute Mitarbeiter zu fördern.

      Fazit: 7 Fragen die man seinem Chef niemals stellen darf

      Die meisten der Fragen, die uns als Führungskraft disqualifizieren, haben einen gemeinsamen Nenner:

      Sie beruhen darauf, dass wir uns mehr um uns selbst kümmern, als um unsere eigentliche Führungsaufgabe.

      Falls Ihre Karriere aktuell nicht vorankommt, dann sollten Sie sich überlegen, ob Sie eine der obigen Fragen gestellt und sich selbst disqualifiziert haben.

      Vielleicht gibt es aber auch andere Gründe, warum Sie nicht befördert werden. Dann könnten Ihnen folgende Artikel weiterhelfen:

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