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      Teamarbeit – Vorteile und Nachteile der Zusammenarbeit in Teams

      Teamarbeit Vorteile und Nachteile

      Gibt es eigentlich noch Unternehmen, in denen nicht mit Teams gearbeitet wird? Ich kenne keines!

      Umso wichtiger ist es, zu verstehen, wie diese Teamarbeit sowohl erfolgreich und effektiv abläuft als auch dazu führt, Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden

      Teamarbeit Definition

      Mit Teamarbeit bezeichnet man das Zusammenarbeiten einer Gruppe von Personen, die gemeinsam an der Erreichung eines Ziels arbeiten, das sie alleine gar nicht oder wesentlich langsamer/schlechter erreichen würden. Teamarbeit kann sowohl langfristig als auch nur für einen gewissen Zeitraum oder zur Erreichung eines bestimmten Ziels angelegt sein.

      Teamarbeit Vorteile

      Unter der Voraussetzung, dass wir es mit einem gut funktionierenden Team zu tun haben, bietet Teamarbeit enorme Vorteile gegenüber der Arbeit als Einzelperson oder als nicht koordinierte Gruppe.

      Die Vorteile der Zusammenarbeit in einem Team sind insbesondere:

      1. Nutzen unterschiedlicher Erfahrungen
      2. Einbringen unterschiedlichen Wissens
      3. Vervielfachung der verfügbaren Arbeitsleistung/Arbeitszeit
      4. Förderung des menschlichen Zusammengehörigkeitsgefühls
      5. Steigerung der Mitarbeiterbindung

      So wie im Fußball niemand alleine gewinnen kann, sondern immer mindestens 10 Mitspieler benötigt, so sind auch im Berufsleben viele Dinge nur dann erreichbar, wenn man in einem Team arbeitet.

      Ein starkes Team ist fast unbesiegbar

      Ein starkes Team ist fast unbesiegbar

      Doch es ist nicht ausreichend, einfach nur eine Gruppe von Menschen zusammenzubringen und die Teamarbeit wird dann automatisch ein Erfolg.

      Daher werfen wir einen Blick auf die Nachteile der Teamarbeit.

      Teamarbeit Nachteile

      Es gibt Menschen, die kommen nicht einmal mit sich selbst zurecht.

      Bringen wir Menschen in einem Team zusammen, spielen unterschiedlichste Komponenten eine Rolle, ob dieses Team überhaupt ein Team wird und ob die Teamarbeit erfolgreich ist.

      Die Nachteile der Teamarbeit sind insbesondere:

      1. Erhöhter Aufwand in der Abstimmung untereinander
      2. Erhöhter Aufwand in der Kommunikation untereinander
      3. Abhängigkeit von der Arbeit, Qualitätsanspruch, Selbstorganisaton anderer Teammitglieder
      4. Gruppendynamische, blockierende Phänomene wie u.a. Group Think oder Soziales Faulenzen
      5. Zwischenmenschliche Probleme, von Antipathie bis zum offenen Mobbing, die jegliche Teamarbeit zerstören können
      6. Mangelhafte Führungsqualitäten und Führungsfähigkeiten des Teamleiters/der Führungskraft, wodurch die Teamarbeit behindert oder blockiert wird

      Deswegen ist es nicht damit getan, einfach nur eine Gruppe von Menschen zusammenzubringen, ihnen eine Aufgabe zu geben und alles wird gut.

      Ohne einige grundlegende Regeln geht Teamarbeit schief

      Ohne einige grundlegende Regeln geht Teamarbeit schief

      Teamarbeit Regeln

      Wenn es um Regeln bei der Teamarbeit geht, können wir sagen: Es müssen

      • die fachlich und menschlich passenden Personen
      • für die zu lösende Aufgabe/die zu erreichenden Ziele
      • von einer kompetenten Führungskraft begleitet und geführt werden,
      • so dass jedes Teammitglied seine persönlich besten Leistungen erbringen und individuellen Stärken in die Teamarbeit einbringen kann,
      • während sowohl das Team als auch die Führungskraft auf eine vertrauensvolle, respektvolle und produktive Zusammenarbeit achten
      • und bei (insbesondere) menschlichen Problemen innerhalb des Teams umsichtig und konsequent gehandelt wird

      Warum ist es wichtig, im Team zu arbeiten?

      Die Regeln erfolgreicher Teamarbeit sind ganz einfach aus dem eigentlichen Ziel eines Teams abzuleiten.

      Es ist immer dann wichtig, in einem Team zusammenzuarbeiten,

      • wenn wir unterschiedliche Ansichten, Erfahrungen und Ideen zusammenbringen wollen,
      • um entweder etwas Bestehendes zu verändern/verbessern
      • oder etwas Neues entstehen zu lassen

      Doch es wäre falsch, Teamarbeit ausschließlich aus der Perspektive der Produktivität oder Innovationsfähigkeit zu betrachten.

      Schließlich arbeiten in einem Team Menschen und als Mensch haben wir auch andere Bedürfnisse, die zum Teil auch im beruflichen Umfeld erfüllt werden sollten.

      Eines der wichtigsten menschlichen Bedürfnisse ist der Wunsch nach Zugehörigkeit. So gerne wir Individualisten sind, die meisten Menschen wollen irgendwo dazugehören.

      Sehr oft erfolgt dies im privaten Umfeld z.B. als Fan eines Fußballclubs, das Betreiben einer Sportart („ich bin Läufer“) oder Mitarbeit in einer wohltätigen Organisation.

      Die Unternehmen, deren Teams ihren Teammitgliedern ein Zugehörigkeitsgefühl geben, werden gegenüber allen anderen Firmen immer im Vorteil sein.

      In der Zeit, in der ich noch in der IT tätig war, gehörte die Sportwagenschmiede Porsche zu meinen Kunden. Das Zugehörigkeitsgefühl der dort arbeitenden Mitarbeiter habe ich so stark in kaum einem anderen Unternehmen wieder erlebt.

      Wenn sich Mitarbeiter in ihrem Team aufgehoben, verstanden und sicher fühlen, erleben sie auch eine soziale Nähe, die vielen ansonsten fehlt.

      Sehr oft berichten mir Mitarbeiter, dass sie immer wieder Angebote anderer Arbeitgeber erhalten, diese aber immer ablehnen, weil sie ihr Team nicht verlassen wollen!

      Deswegen ist Teamarbeit ein bedeutender Faktor bei der Mitarbeiterbindung!

      Ein gutes Team hält zusammen

      Ein gutes Team hält zusammen

      Was versteht man unter guter Teamarbeit?

      Gute Teamarbeit bedeutet:

      1. Vertrauensvoller Umgang im Team

      Teammitglieder müssen sich untereinander vertrauen. Zudem müssen die Teammitglieder ihrem Teamleiter vertrauen und wissen, dass auch ihre Führungskraft ihnen Vertrauen schenkt.

      In Googles bekannter Aristotle-Studie (mehr dazu hier: Was Teams wirklich erfolgreich macht) war Vertrauen im Team der wichtigste Erfolgsfaktor bei der Teamarbeit.

      2. Zielgerichtetes Arbeiten

      Ein Team bei dem unklar ist, welches Ziel es generell verfolgt oder bei dem unklar ist, welche Ziele die einzelnen Teammitglieder haben, kann nicht gut kooperieren.

      Wir benötigen Transparenz über die Arbeit, die Arbeitsfortschritte, sowie Probleme und Erfolge.

      Da Teamarbeit dadurch charakterisiert ist, dass man innerhalb des Teams von den Ergebnissen anderer Teammitglieder abhängig ist, weil man diese z.B. weiterverwendet, muss das ganze Team ehrlich und offen mit Arbeitsfortschritten und Problemen umgehen.

      3. Gegenseitige Unterstützung

      In der Regel gewinnt nicht das Sportteam mit den besten Einzelsportlern, sondern das Team, das wirklich als Team zusammenarbeitet.

      Das sich gegenseitig unterstützt.

      Und das gilt natürlich auch im Berufsleben.

      Die gegenseitige Unterstützung im Team

      • beginnt bei der sinnvollen Aufteilung der Aufgaben,
      • für die die individuellen Stärken und Schwächen der Teammitglieder berücksichtigt werden,
      • geht über die gegenseitige Unterstützung bei fachlichen und organisatorischen Problemen
      • und endet noch nicht einmal dann, wenn man sich in einer schwierigen Situation gegenseitig Mut zuspricht.
      • Denn ein echtes Team zeichnet sich dadurch aus, dass es Teammitglieder auch und gerade unterstützt, wenn diese persönliche Probleme haben

      Wird dieses Team von einer wirklich fähigen Führungskraft geführt, kann es Berge versetzten

      Teamarbeit hängt auch von der Teamleitung ab

      Erfolgreiche Teamarbeit hängt auch von der Teamleitung ab

      Was lernt man während der Teamarbeit?

      Ein gutes Team bleibt zudem nicht auf einer Stelle stehen – es entwickelt sich permanent weiter.

      Gute Teamarbeit fördert das Lernen, unter anderem:

      • Den Umgang mit anderen Ansichten, sowohl fachlicher als auch kultureller Natur
      • Einblicke in neue Ansatzpunkte und Perspektiven, vor allem von „fachfremden“ Teammitgliedern, die in einem eingespielten Team dafür sorgen, dass es nicht auf der Stelle stehenbleibt
      • Teammitglieder hören von positiven und negativen Erfahrungen anderer und können daraus eigene Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen entwickeln; sie können auch die Erfahrungen anderer durch eigene Einschätzungen ergänzen und neue Sichtweisen eröffnen – sowohl für sich selbst als auch für alle anderen
      • Die eigene Meinung immer wieder zu prüfen fördert das kritische Denken und reduziert das Risiko, immer wieder die gleichen Fehler zu machen oder neue Entwicklungen zu verpassen

      Was braucht man für ein gutes Team?

      Die Zusammenstellung des Teams spielt selbstverständlich eine sehr große Rolle dabei, ob ein Team nun ein hervorragendes Team wird oder durchschnittlich bleibt.

      Was wir dazu benötigen?

      1. Mitarbeiter mit gutem Fachwissen für die Aufgabe und der Bereitschaft, das Wissen ständig zu ergänzen und zu hinterfragen
      2. Gute Organisation sowohl jedes einzelnen Teammitglieds als auch des Teams untereinander, um Doppelarbeiten zu verhindern, keine Aufgabe zu vergessen und die Tätigkeiten in der richtigen Reihenfolge von den richtigen Mitarbeitern bearbeiten zu lassen
      3. Vertrauen im Team, um komplette Transparenz über Aufgaben und Fortschritte, Probleme und Hindernisse sowohl innerhalb als auch außerhalb des Teams herzustellen
      4. Mitarbeiter mit Sozialkompetenz, denn eine Gruppe von Menschen kann noch so kompetent sein und alle erforderlichen Fachkenntnisse mitbringen – wenn sich die Menschen untereinander nicht verstehen oder gar ablehnen, werden sie ihre Fähigkeiten nicht in vollem Umfang einbringen
      5. Fähigkeit aller zu Selbstreflexion, Selbstkritik und Konfliktkultur, damit das Team ständig daran arbeiten kann, sich selbst weiterzuentwickeln und besser zu werden

      Was bedeutet es, ein Team zu sein?

      Was es bedeutet, ein tolles Team zu sein, lässt sich sehr einfach zusammenfassen:

      • Man erreicht gemeinsam wesentlich mehr als alleine
      • Starke Zusammengehörigkeit, eine WIR-Kultur im Sinne von „Einer für alle, alle für einen
      • Teammitglieder haben großen Respekt untereinander und fördern einen menschlichen Umgang im Team
      • Jeder im Team lernt von jedem – sowohl der Erfahrene vom Junior als auch der Anfänger vom Profi

      Ein gutes Team ist fast wie ein Zuhause. Ein Ort, an dem man gerne ist und zu dem man immer wieder gerne geht oder zurückkehrt – weil man mit den Menschen in diesem Team zusammensein möchte.

      Das bedeutet übrigens nicht, dass man immer nur „nett“ zueinander ist. Es bedeutet, dass man ehrlich ist und sowohl positives als auch kritisches Feedback gibt – um sich gegenseitig dabei zu helfen, persönlich besser zu werden.

      Die Rolle des Teamleiters

      In einigen Unternehmen oder zumindest Unternehmensbereichen wird nach dem Konzept der agilen Zusammenarbeit agiert oder es werden Versuche in dieser Richtung unternommen.

      In vielen Unternehmen und Organisationen herrschen nach wie vor mehr oder weniger klassische Hierarchien, in denen jedes Team auch einen Teamleiter hat.

      Dieser Teamleiter spielt eine außerordentlich große Rolle dabei, ob die Teamarbeit effektiv und erfolgreich sein kann.

      Orchester - ein Beispiel für die Führung großer Teams

      Orchester – ein Beispiel für die Führung großer Teams durch eine einzige Führungskraft

      Das beste Team kann durch eine – hinsichtlich ihrer Führungsfähigkeiten – mangelhafte Führungskraft zerstört werden!

      Ein, bezüglich der Teamarbeit, „schlechtes“ Team jedoch kann durch eine hervorragende Führungskraft zu einem Musterbeispiel an Kooperation, Zusammenhalt, Offenheit und Produktivität werden.

      Der ehemalige U-Boot-Kapitän der US Navy L. David Marquet beschreibt in seinem Buch „Turn the ship around“ wie er aus der U-Boot-Besatzung, die mit weitem Abstand hinsichtlich aller Bewertungskriterien am schlechtesten war, innerhalb eines Jahres das absolute Vorbild innerhalb der Marine schaffen konnte. Die Bedeutung guter Führung, die sich auf die Mitarbeiter konzentriert, wird hierbei ganz deutlich. Der Link zum Buch: Turn the Ship Around (englischsprachiges Original) bzw. Reiß das Ruder rum! (deutsche Übersetzung)

      Dass Führungskräfte auch in agilen Teams nötig sind, habe ich in diesem Artikel ausgeführt: Agilität braucht keine Führungskräfte – Wahrheit oder Trugschluss?

      Fazit: Gute Teamarbeit = Mitarbeiterbindung

      Ein hervorragendes Team ist ein Magnet für Talente, für Menschen, die etwas gemeinsam mit anderen erreichen wollen.

      Eine exzellente Teamkultur ist eine der besten und wichtigsten Bestandteile der Mitarbeiterbindung. Wer einmal in einem wirklich guten Team zusammengearbeitet hat, wird dieses nicht so einfach verlassen. „Mehr Gehalt“ ist nur selten ein ausreichender Motivator für Mitarbeiter, um ihr Team zu verlassen und zu einem anderen Arbeitgeber zu gehen!

      Ein Top-Team wird niemals Probleme haben, neue Teammitglieder zu finden. Und das liegt nicht daran, dass in diesem Team alles einfach ist. Eher im Gegenteil!

      Exzellente Mitarbeiter suchen exzellente Teams, die einen hohen Anspruch an sich selbst, an die Teamarbeit, die Qualität der Arbeit aber auch die Qualität der Gemeinschaft haben!

      Weitere Artikel und Online-Trainings zu Teamarbeit

      In folgenden Artikeln finden Sie diverse weitere Facetten zu Teams und erfolgreicher Teamarbeit:

      Zwei unserer beliebtesten Online-Trainings für erfolgreiche Teamarbeit

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