Der Gründer von Amazon, Jeff Bezos, wird oft als Negativbeispiel eines Managers bezeichnet. Er verlange Überstunden, wäre extrem hart und fordernd.

Überrascht war ich davon, dass nun plötzlich sein Jahresbrief 2017 in den Himmel gelobt wird. Vor allem aufgrund seiner Aussage „Lassen Sie es nie zum Tag 2 kommen“. Doch was bedeutet das? Es bedeutet, die Paranoia, die jedes Startup vorantreibt, auch bei einem inzwischen riesigen Unternehmen wie Amazon nach wie vor am Leben zu halten und sich daran zu orientieren.

In der Tat könnten sich sehr viele Großkonzerne eine Scheibe von Amazon abschneiden – doch die Konsequenz wäre, dass unzählige Unternehmensbereiche geschlossen und Mitarbeiter freigesetzt würden. Doch so weit wollen viele nicht gehen – und verlieren langfristig gegen Aufsteiger wie Amazon, Uber, Airbnb und Co.

Wer Jeff Bezos‘ Jahresbrief gut findet, wird nicht umhin kommen, sein komplettes Führungsverhalten zu verändern…

Hier kommen Sie zum Kommentar des Handelsblatts zu Jeff’s Brief…

Sehr interessant ist übrigens der Blick 10 Jahre zurück, als Jeff Bezos seinen ersten Brief an Aktionäre veröffentlichte. Eines beweist er dabei: Er ist außergewöhnlich fokussiert und langfristig orientiert: Jeff Bezos‘ Jahresbrief 1997

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